Bernd Westermeyer

Ich möchte Kindern und Jugendlichen durch mein eigenes Beispiel zeigen, dass es lohnt, nicht zu verzagen.

Was stimmt Sie ganz persönlich in der derzeitigen Situation zuversichtlich? Was gibt Ihnen Kraft?

In der aktuellen Pandemie-Krise zeigt sich der Erfindungsreichtum des Menschen, und erfreulich viele Bürgerinnen und Bürger erweisen sich als hilfsbereit, geduldig, besonnen, zäh, mutig, zupackend, konstruktiv-kritisch, ... Ich möchte Kindern und Jugendlichen durch mein eigenes Beispiel zeigen, dass es lohnt, nicht zu verzagen, damit sie den Glauben an ihre Zukunft nicht verlieren.

Welche Dinge in Ihrem beruflichen Umfeld machen Ihnen Mut?

Ich bin dankbar für Masken, Schnelltests, Impfungen, das deutsche Gesundheitssystem und die vielfältigen Informationen darüber, wie wir Menschen uns vor Ansteckung schützen können. Diese Grundlagen ermutigen und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass wir uns dem Corona-Virus erfolgreich stellen können.

Was lässt Sie hoffen, dass wir als Gesellschaft gut durch diese Krise kommen?

Ich erkenne in diesen Tagen, dass die Politik erstmals ernsthaft an einheitlichen Regelungen für die gesamte Bundesrepublik arbeitet. Dies wird hoffentlich zeitnah dazu führen, dass sich die Infektionslage verbessert und dass die Menschen neues Vertrauen schöpfen. Die Pandemie ist ein Stresstest - auch für unsere demokratisch verfasste Gesellschaft.

Ganz spontan: Was war das letzte Erlebnis, das Ihnen Mut gemacht hat?

Ich schaue aus dem Fenster und sehe Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse, die fröhlich schaukeln, klettern und wippen und dabei - mit größter Selbstverständlichkeit und diszipliniert - ihre Masken tragen. Sie leben uns Erwachsenen vor, dass wir die Dinge nicht zu ernst nehmen und unsere Lebensfreude nicht aufgeben sollten.