Stabwechsel im CJD Baden-Württemberg

15.09.2021 CJD BW « zur Übersicht

Gesamtleiter Harald Gerharth übergibt an Alexander Lawitschka

Am 9. Juli verabschiedete sich Harald Gerharth nach 50 Jahren beruflicher Tätigkeit im Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands in den Ruhestand. Er geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auch in Zukunft bleibt die Arbeit des CJD für ihn eine Herzensangelegenheit: "Der Auftrag des CJD hat in seiner 74-jährigen Geschichte nichts an Aktualität verloren", betonte Gerharth bei seiner feierlichen Verabschiedung. Er übergibt den Stab an Alexander Lawitschka, der zukünftig zusammen mit Reinhard Sechser die neue Doppelspitze im Verbund Baden-Württemberg bildet.

Die Geschichte von Harald Gerharth und dem CJD begann vor exakt einem halben Jahrhundert. Als Gerharth im Jahr 1971 als Auszubildender in das Lehrlingswohnheim "Limburger Hof" des CJD einzog, hätte er niemals gedacht, dass dies der Beginn einer langjährigen intensiven Verbindung sein sollte. Bei seinem Ausbildungsbetrieb BASF machte er den Abschluss zum Starkstromelektriker. Diesem Beruf kehrte er dann aber den Rücken. Denn das Jugendwohnen im CJD beeindruckte ihn in besonderer Weise und weckte sein Interesse für die soziale Arbeit. Im Jahr 1975 begann er im Jugenddorf Schloss Bönnigheim seine Ausbildung zum Jugend- und Heimerzieher. Sein beruflicher Weg führte ihn danach über das Jugenddorf Wissen an der Sieg in das Berufsbildungswerk Offenburg. Hier wirkte er erstmals in leitender Funktion als Leiter des Begegnungshauses.

1988 wurde er pädagogischer Leiter im CJD Bönnigheim und später im CJD Kaltenstein in Vaihingen an der Enz. Von 2002 an war Harald Gerharth sechs Jahre lang Jugenddorfleiter des CJD Bläsiberg, bevor er 2008 schließlich mit Reinhard Sechser das Amt des Gesamtleiters übernahm – zunächst im Verbund Neckar-Alb-Bodensee, der 2014 zum CJD Württemberg erweitert wurde. Seit dem 1. Januar besteht nun das CJD Baden-Württemberg, das auch die CJD-Standorte im badischen Teil des Bundeslandes umfasst. Auch an diesem Zusammenschluss wirkte Harald Gerharth noch mit: "Es war mir persönlich wichtig, den neuen Verbund vor meinem Ruhestand mit auf den Weg zu bringen", sagt Gerharth.

Als Auftrag für die Zukunft sieht der langjährige Gesamtleiter die Aufgaben, auf deren Grundlage das CJD auch entstanden ist: "Menschen ein Stück des Weges zu begleiten und ihnen das nötige Rüstzeug zu geben, damit sie im Leben gut und selbstständig zurechtkommen. Wir müssen darauf achten, dass in unserer Gesellschaft keiner unter die Räder kommt und sich jeder – zum Wohle aller – einbringen kann." Dieses Grundverständnis hat Harald Gerharth aktiv vorgelebt und die Erfolgsgeschichte des CJD so entscheidend beeinflusst. Zum Dank und zur Anerkennung wurde ihm durch CJD Vorstand Oliver Stier die Arnold-Dannenmann-Medaille verliehen. Diese Medaille ist eine Auszeichnung für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die im Sinne des Gründers Arnold Dannenmann ihre Mitarbeit im CJD in besonderer Weise gestalten.

Der Nachfolger von Harald Gerharth ist Alexander Lawitschka. Den 48-Jährigen verbindet ebenfalls eine mehrjährige Geschichte mit dem CJD. Seit 2015 arbeitete er in der Zentrale des Bildungs- und Sozialunternehmens in Ebersbach. Bereits nach kurzer Zeit wurde er vom Vorstand zum "Zentralbereichsleiter Angebote und Programme" berufen. Nun freut sich Alexander Lawitschka auf die neue Herausforderung: "Alle Kolleginnen und Kollegen im CJD sind hochmotiviert und möchten etwas bewegen. So entsteht sehr viel Sinnhaftes und Nützliches für die Menschen, die wir begleiten. Es macht mir große Freude, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein." Lawitschkas Vorgänger Harald Gerharth ließ am Ende seiner langjährigen Tätigkeit keinen Zweifel daran, dass das CJD auch in Zukunft gebraucht wird: "Unser Leitspruch 'Keiner darf verloren gehen' wird nicht an Wert verlieren. Das CJD bringt sich in vielen Bereichen der sozialen Arbeit erfolgreich ein, kann Bedarfe schnell erkennen und entsprechende Konzepte entwickeln – immer auf der Basis des christlichen Menschenbildes. Dieses klar ausgerichtete Profil ist für mich schon etwas Besonderes und zeichnet das CJD aus", so Gerharth.